Fotoreise - MADEIRA



So, 15.12.2019 - TAG 1 - ANKUNFT


Morgens um 4 Uhr klingelte mein Wecker. Das aufstehen viel mir (überraschenderweise) sehr einfach. Denke das war bestimmt die Vorfreude auf die anstehenden Tage, welche mich schnell auf die Beine brachten. :) Nach der Morgenroutine und der letzten Prüfung meines Koffers und Equipments war ich fertig zum Aufbruch. Um 5 Uhr holte mich mein Bruder Zuhause ab und wir fuhren zum Stuttgarter Flughafen.


Das einchecken verlief Reibungslos. Selbst mein Fotorucksack wurde nicht inspiziert, was ansonsten immer an der Tagesordnung ist. Immerhin trage ich so viel Ausrüstung mit mir rum, dass ich oft selbst lachen muss - bin doch ein wandelnder Elektronikladen. ;)


Währendes des Fluges machte ich mir nochmal Gedanken zur Landung. Anscheinend brauchen Piloten, welche den Airport auf Madeira anfliegen ein zusätzliche Ausbildung. Durch die starken Winde kann es zu abenteuerlichen Manövern kommen. Ein Glück, dass ich mir keine Videos dazu auf YouTube im Vorfeld angesehen habe. :D


Nach 4 Stunden Flug ist der Flieger allerdings ganz entspannt gelandet und ich habe zugegebenermaßen auch geklatscht, was ansonsten nicht meine Art ist. ;) Gleich nachdem ich meinen Koffer wieder in Empfang genommen hatte, ging es zum Leihwagenstand von "Madeira Rent". Zuhause in Deutschland wurde durch mich bereits alles im Vorfeld gebucht, jedoch ist es trotzdem passiert - habe mir ein "Upgrade" auf eine höhere Motorisierung aufs Auge drücken lassen. Aber ja, es geht eben nix über mehr Hubraum. Außer vielleicht noch mehr Hubraum. :P (Spoiler: Im Nachhinein bin ich froh gewesen bei den ganzen steilen Bergpassagen auf der Insel). Das Auto entpuppte sich als Seat Arona - schien ganz vernünftig zu sein der Wagen. Noch kurz alles geprüft und meine Gepäck verstaut. Anschließend ging es auch schon Richtung Unterkunft im Nordwesten der Insel. 


Ankunft am Hostel: Anscheinend ist was schief gelaufen bei der Kommunikation zwischen dem Betreiber und der Buchungsgesellschaft. Es war leider keiner vor Ort bei meiner Ankunft. Nach einem Telefonat teilte mir der freundliche Vermieter mit, dass er in einer Stunde da sein wird. In der Zwischenzeit versuchte ich mich gleich mit ein paar Teleshots, um die Wellen an der Küste so fotogen wie möglich festzuhalten.



Etwa 40 Minuten später ist der Eigentümer des Hostels dann auch vorgefahren. Nach einer kurzen Begrüßung hat er mir sein Reich nahe den Wellen am Strand gezeigt. Das überraschende für mich - bin der einzige Gast die nächsten Tage. Alles für mich alleine sozusagen. Genau mein Ding - das ist ein ganzes Strandhaus für den Preis eines Hostel-Zimmers. Läuft. ^_^


Für einen passenden Sonnenuntergang prüfte ich nach ersten Einkäufen von Lebensmitteln einige Fotospots. Das Ostkap schien mir die beste Wahl zu sein, dies auch vor dem Hintergrund der besseren Wettervorhersagen. Somit alle Fotosachen gepackt und mit dem Leihauto auf der Schnellstraße Richtung Osten gefahren. Was mich erneut sehr überraschte war die gut ausgebaute Strecke im Süden der Insel. Es ist zwar maximal nur um die 90 km/h erlaubt zu fahren, jedoch geht alles recht zügig voran. Nach etwas mehr als einer Stunde Fahrt am richtigen Ort angekommen. Um nichts zu verpassen baute ich gleich mein Stativ auf und hoffte auf gute Bedingungen an diesem Tag. Es kam wie erhofft - eine tolle Lichtstimmung machte den Einstieg in den Fotourlaub perfekt. Die Natur setzte alles sehr dramatisch mit wolkenverhangenen Himmel und interessanten Farbgebungen in Szene. Gegen Ende der blauen Stunde ging es zurück zum Hostel im Nordwesten.  



Mo, 16.12.2019 - Tag 2 - INSELWETTER


Den Wecker auf 6:30 Uhr gestellt, bin ich schon fast bei der Haustüre raus gewesen, als das Blitzen und Donnern zu sehen und hören war. Auch am Himmel konnte ich den wolkenverhangenen Morgen in der blauen Stunden bereits erkennen. Die Wetterkarten und Vorhersagen sahen noch ganz vielversprechend aus, dass im Osten frei sein könnte. So wie es aussah herscht auf Madeira ein besonders eigenwilliges Insel-Klima. ;)


Für eine längere Fahrt ist es auch schon zu spät gewesen. Also legte ich mich hin und schlief nochmal um die 2 Stunden. Nach einem Frühstück und Kaffee ging es gegen späten Vormittag in den Südwesten mit dem Auto. Als erstes an den Strand des Ortes Ribeira de Janela, mit imposanten hohen Wasserschwingungen, bei welchen der Wind ordentlich zu hören war.


Es gelangen mir auch einige spannende Fotos, als sich die Wellen gegen die ersten Felsen am Strand brachen. Anschließend ging es zum Feenwald mit geschwungen Bäumen und mystischer Stimmung. ;) Bei diesen Aufnahmen im Wald bin ich ziemlich nass geworden. Es bließ ein feuchter Wind und er brachte jede Menge Nieselregen mit sich. Beim Kampf gegen das Beschlagen sowie Nass werden der Objektive blieb ich für ungefähr eine Stunde vor Ort, bis mir der Sinn wieder nach einer trockenen Stelle war und das Auto meine Rettung darstellte. ;)


Anschließend fuhr ich Richtung Flughafen, da hier ein Spot für den Abend geplant war. Auf dem Weg dorthin machte ich einen kleinen Umweg und kehrte in einem Restaurant ein. Beim Essen mit einer Backpackerin etwas über die Insel und tolle Orte ausgetauscht. Sie gab mir am Schluss noch Tipps für gute Gerichte. Eigentlich hatte sie überlegt, mir ein paar interessante Orte auf der Maps-Karte zu zeigen. Bei all den Sternen die ich schon hatte, schien sich das irgendwie nicht mehr gelohnt zu haben. :o)


Die Zeit reichte noch gut und ich war rechtzeitig am Fotospot etwas unterhalb des Flughafens. Eine Steintreppe führte mich direkt an das kleine Ufer mit einem markanten Felsen im Meer. Das Abendlicht war super und interessante Wolken zogen sich durch die Aufnahmen mit magischer Wirkung. Es machte Spaß sich der Fotografie zu widmen und einige Perspektiven zum Sonnenuntergang auszuprobieren. 


Di, 17.12.2019 - TAG 3 - REGENBOGEN


Zum Sonnenaufgang bin ich in den Südwesten an den bereits am Vortag gescouteten Strand von Ribeira de Janela gefahren. Das Licht an diesem morgen war gut und es gelangen mir ein paar tolle Belichtungen. Beim Versuch mich Richtung Meer vorzuarbeiten wars mir dann doch zu stürmisch. Immerhin waren die Wellen stärker den je. Etwas Abstand zu ihnen war dann doch die bessere Entscheidung. Hänge doch etwas an meinem Leben. :P


In der anschließend aufkommenden goldenen Stunde fuhr ich die gefahrene Straße ein paar Kilometer zurück, um die Bridal Veil Falls anzusteuern. Ein imposantes Bild zeigte sich mit einem markanten Wasserfall, welcher am Hang der steil abfallenden Klippe eingebettet lag. Gleich nach dem Parken des Autos lief ich vor zum letzten Punkt eines auslaufenden Weges und stellte mein Stativ auf.

Die sich mir botende Szenerie war überragend. Auch der Wind flaute ab und daraufhin holte ich meine Drohne aus dem Rucksack, um ein paar Aufnahmen aus der Vogelperspektive zu starten. Das Inselwetter meinte es gut und malte einen genialen Regenbogen an den Horizont. Keine Frage, es war höchst relevant für mich ein paar Panorama-Aufnahmen davon zu machen und die Movie-Taste am Controller zu drücken.



Anschließend ging es zurück ins Hostel um zu frühstücken. Nach einer Datensicherung und Dusche packte ich meine Sachen wieder zusammen um die Wasserfälle am Lagoa das 25 Fontes aufzusuchen. Leider war die Straße gesperrt und ein umkehren notwendig. Als Alterantive dazu bin ich an das bekannte Ostkap gefahren, um weitere Spots zu scouten, mit der Drohne zu fliegen und eine Runde zu laufen. Meine erste Idee war es auch zum Sonnenuntergang hier paar Fotos am Strand zu machen. Nachdem der Wanderparkplatz wieder nah  war, wollte ich unbedingt wo anders die Abendstimmung am Atlantik festhalten. So ging es für mich kurz entschlossen an den Strand von Porto da Cruz. Nachdem abstellen des Autos und den ersten Metern zu Fuß hatte ich schon die Befürchtung, dass die Strandpromenade gesperrt ist. Zum Glück war dem nicht so, auch wenn hin und wieder eine große Welle für jede Menge Salzwasser auf dem Gehweg sorgte. Es war unbedingt eile geboten diese Passage mit einem Spurt zu meistern. :))



Angekommen am eigentlichen Spots konnte ich jedoch ganz entspannt meiner Tätigkeit nachgehen. Auch an diesem Abend stellten sich tolle Wolken ein und verliehen dem Himmel die gewünschte Dramatik. Anschließend fuhr ich auf der Schnellstraße zurück zum Hostel um dort den Abend bei einem Glas portugiesischen Rotwein und etwas Netflix (WLAN sei Dank) ausklingen zu lassen.


Mi, 18.12.2019 - TAG 4 - WOLKENMEER


Den Sonnenaufgang habe ich an diesem Tag ausgelassen, da der Himmel erneut sehr Wolkenverhangen war. Somit den vollen Vormittag im Hostel aufgehalten und die ersten Bilder gesichtet und bearbeitet.

Zwischendurch konnte ich einen tollen Regenbogen über dem Meer feststellen. Selbstverständlich holte ich gleich meine Kamera aus dem Rucksack und stellte mich für einige Teleshots auf den Balkon des Strandhauses und hielt die Farben am Himmel auf meiner SD-Karte fest. Nach der Mittagszeit schnappte ich mir dann die Autoschlüssel, um Richtung Pico do Arieiro aufzubrechen. Google-Maps schlug mir eine erste Route vor, welche ich wie gewohnt gefahren bin. Allerdings war auf der idealen Route eine  Straße gesperrt. Somit habe ich einen alternativen Weg eingeschlagen und den "Seat" die weiterhin sehr kurvenreiche Serpentinenstraße zum Spot hochgescheucht. Viele Regenschauer machten die Fahrt sehr anstrengend bis ich letztendlich am Parkplatz des Aussichtspunktes stand. Nach eine Stunde Hörbuch und anhaltendem Regen bin ich erneut an das  Ostkap gefahren, aufgrund besserer Wetterbedingungen vor Ort.


Dort angekommen lief ich zu einem tollen Spot, bei dessen Aussicht die kompletten Ausläufer des Kaps zu sehen sind. Die Wolken machten zu meiner Freude für kurze Zeit auch Platz für ein paar Farben am Himmel. Es entstanden sehr dramatische Aufnahmen und ich freute mich dem schlechten Wetter an diesem Tag doch noch ein paar geniale Bilder entlockt zu haben. :) Die Rückfahrt erfolgte auf der gewohnten Schnellstraße mit etwas Stau auf der Höhe der Stadt Funchal. Kurz vor erreichen meiner Unterkunft blieb ich noch an dem Ort Sao Vicente stehen, um lecker Fisch in einem Restaurant zu essen. Im Hostel angekommen umgehend Bettfertig gemacht und den Gott einen guten Mann sein lassen. ;)


Do, 19.12.2019 - TAG 5 - MORGENROT


Zum Sonnenaufgang gings erneut in der früh an den Strand von Ribeira de Janela. Dieses mal gabs ein Morgenrot, das man sich nur wünschen kann - einfach toll! Die Wellen an diesem Tag waren erneut sehr stark. Somit versuchte ich auch dieses mal aus sicherer Entfernung tolle Photos zu machen. Auf der Rückfahrt zur Unterkunft kehrte ich kurz beim Bäcker ein und frühstückte anschließend im Hostel. Danach legte ich mich etwas zur Entspannung hin um einen angefangenen Spielfilm zu Ende zu sehen und später ein paar Bilder am Laptop zu bearbeiten. Dies vor allem auch deswegen, weil draußen ein extrem starker Wind heulte.

Am frühen Nachmittag ist dann noch ein weiterer Gast eingecheckt (ab dem Zeitpunkt waren wir zu zweit in der Unterkunft). Nach einer Begrüßung und kurzem Smalltalk stellte sich heraus, dass der neue Mitbewohner sehr gerne surfen geht und viel mit dem Longboard unterwegs ist. Bei Stränden und den bergigen Straßen auf Madeira auch eine tolle Sache, als ich so darüber nachdachte. Gegen 16 Uhr bin ich dann nach Prüfung der Webcams (Wetterkarten und Vorhersagen stimmen oft nicht) wieder an das Ostkap gefahren (keine Frage, in meiner Woche auf der Insel immer der beste Anlaufpunkt für gute Lichtstimmungen gewesen).


Dieses mal habe ich mich für den Strand entschieden. Der Abstieg verlief ohne Schwierigkeiten und auch der Wellengang war nicht so kritisch, wie zum Sonnenaufgang im Nordwesten der Insel. Es folgten einige Aufnahmen zum Abend in unterschiedlichen Perspektiven und Blickwinkeln. Der Himmel zeigte zwar nicht die Farben wie die letzten Tage, jedoch konnte sich in der blauen Stunde doch noch kurz ein aufblitzen von "Lila" erkennen lassen. Natürlich habe ich dieses Zeitfenster genutzt und den Auslöser gedrückt. ;) Zu guter Letzt sind meine Schuhe dann noch etwas Nass geworden. Eine Welle hat über die Strenge geschlagen und etwas mehr Land für sich kurze Zeit in Anspruch genommen. °.O Nach auswringen des rechten Sockens wanderte ich zurück zum Parkplatz und startete den Motor um wieder zur Unterkunft zu fahren.


Erneut stellte ich fest, dass auf der Insel das Wetter sehr wechselhaft ist. Auf der Schnellstraße in Höhe von Funchal hat es aus Kübeln geregnet. Nach 10 Minuten Weiterfahrt löste sich allerdings der Platzregen wieder auf und ging in feines Nieseln über. Was sehr Ressourcenschonend ist: Bei den Fahrten zurück ergibt sich oft die Möglichkeit große Strecken entkoppelt zu fahren und das Auto einfach Rollen zu lassen (Greta wäre bestimmt stolz auf mich gewesen). Nach der Ankunft im Hostel den Tag entspannt ausklingen lassen.


Fr, 20.12.2019 - TAG 6 - WIND, WOLKEN & MEER


An diesem Tag ging es nicht zum fotografieren in der früh. Nach einem kurzen Blick Richtung Osten konnte ich wieder einen komplett bewölkten Himmel im Westen feststellen. Ein Chance wäre der Osten der Insel (sollte ich wieder einmal auf einer Insel sein, würde ich definitiv immer den Süden oder den Osten als Unterkunft bevorzugen, was auch grundsätzlich die beste Variante auf Inseln ist) gewesen. Zum Frühstück ein wenig mit dem Mitbewohner im Hostel unterhalten. Ein Japaner der in Amsterdam lebt und arbeitet. Akupunkteur von Beruf - auch sehr interessant was die Mitmenschen so machen und wohin es sie verschlägt im Leben. Dabei sind wir auf das Thema "Japan" als Reiseziel gekommen. Ein Land das ich auf jeden Fall auch noch bereisen möchte! Vor allem wenn die "Kirschblüte" in voller Pracht steht. Soweit ich Storys und Berichte verfolgt habe, wäre ich zu der Zeit allerdings nicht der einzige, um dem Naturschauspiel beizuwohnen - Massentourismus würde ich glatt behaupten. :o)


Aber zurück zu Madeira: Am frühen Nachmittag nochmal zum Feenwald aufgebrochen und ein paar Aufnahmen gemacht. Anschließend zum Porto Moinz im Westen der Insel als Sonnenuntergang-Spot gefahren und noch einige Belichtungen eingefangen. Beeindruckend was Wind, Wolken und das Meer für eine Gewalt sind. Die Wellen krachten nur so gegen das Ufer - sehr spektakulär und Ohrenbetäubend das Ganze. Anschließend machte ich erneut einen Zwischenstop für ein Abendessen. Gerne versuche ich hin und wieder auch was neues. So auch in diesem Fall eine Fischbestellung ins Unbekannte. Kabeljau ist allerdings definitiv nicht mein Lieblingsfisch. Ein sehr spezieller Geschmack wenn ich gefragt wäre. ;P Die  Zubereitung war allerdings Top und die Beilagen auch (Knoblauchbrot ist einfach genial ^_°).


Sa, 21.12.2019 - TAG 6 - GIPFELAUSSICHT


Zum Sonnenaufgang ging es an diesem morgen an das Ostkap der Insel ( wär hätte das gedacht :P ). Die Fahrt dorthin verlief ohne Schwierigkeiten. Sehr entspannt auch, weil nur wenige Inselbewohner unterwegs sind und somit die Straßen sehr leer waren. Am Spot angekommen erst noch ein paar Meter in der sich abzeichnenden Morgendämmerung mit der Stirnlampe zum geplanten Aussichtspunkt gewandert. Mit Blick den Berg hoch konnte ich schon erkennen, dass noch ein weiterer Fotograf am Spot steht. Nach einem kurzen "Hello" baute ich meine Kamera und das Stativ auf. Die Farben am Himmel waren vielversprechend. Der Horizont zeigte sich erst mit einem Anzeichen von rot, welches jedoch zu meinem und zum bedauern meines Fotokollegen in ein blau überging. Abwechslung brachte der anstehende Sonnenaufgang! Nach ein paar weiteren Weitwinkelaufnahmen und Teleshots lief ich mit meinem Mitstreiter zurück zum Auto am Wanderparkplatz. Dort verabschiedeten wir uns mit dem Hinweis auf unsere Instagram-Accounts (business as usal) ;) Erneut setzte ich meinen "Kilometerfresser" wieder in Gang und fuhr zurück zur Unterkunft.



Dort angekommen gleich die Fotos gesichert und die übliche Morgenroutine abgespult. Gegen 14 Uhr wollte ichs dann unbedingt nochmal Wissen und packte meine Sachen zusammen, um auf den Pico do Arieiro hochzufahren (Hinweis: Die Wetterbedingungen waren gut an dem Tag).


Zuerst überlegte ich eine andere Route über den Nordwesten mit dem Auto einzuschlagen. Nach den ersten Kilometern habe ich es mir jedoch anders überlegt und bin umgedreht. Google-Maps muss noch viel lernen und ich selber will keine Beulen im Auto kennenlernen - könnte teuer werden. :P Bei der dann folgenden Rückfahrt konnte ich jedoch entlang der Küste wunderbare Tele-Aufnahmen festhalten. Ein tolles Licht brach durch die Wolken und zauberte ein Stimmung, als ob die Scheinwerfer in der Dunkelheit angemacht wurden.


Die anschließende Fahrt zum Gipfel dauerte etwas mehr als eine Stunde. Dort angekommen gleich ein paar Aufnahmen der schon länger bemerkten "Nebelwelle" gemacht. Anschließend erkundete ich den Ort und machte mich auf die Suche nach einem geeigneten Spot für die Abendstimmung. Eines stand fest, hier oben am fast höchsten Punkt der Insel lässt es sich aushalten und die Aussicht genießen. Abwechselnd versuchte ich die Szenerie mit Drohnen-, Tele- und Weitwinkelaufnahmen fotografisch festzuhalten. Keine Frage dachte ich mir, Madeira als Fotoreise hat sich definitiv gelohnt. :))


 

So, 22.12.2019 - TAG 7 - HEIMFLUG


Schon am Vorabend hatte ich meinen Rucksack und Koffer gepackt. Gegen 9 Uhr verließ ich das Hostel und legte die anstehende Strecke zum Flughafen mit dem Mietauto zurück. Die Abgabe verlief ohne Schwierigkeiten. Anstehende Herausforderungen sollten erst später noch ein Thema werden, als sich herausstellte, dass der Flug zwei Stunden Verspätung haben wird. Das eigentliche Flugzeug war mit einem technischen Defekt außer Betrieb gesetzt worden und ein Ersatzflieger war schon auf dem Weg. Immerhin wurde der Flug nicht gestrichen! Die Winde an diesem Tag waren - Poseidon sei Dank - keine größeren Hürden. So ging es am Nachmittag zurück nach Stuttgart und die Fotoreise nahm vor Weihnachten sein rechtzeitiges Ende.

ENDE aus Micky Maus


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© 2020 MICHAEL HOLZINGER | AN DER CAPONNIERE 3 | D-89231 NEU-ULM, BAYERN | michael.holzinger@mail.com

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